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TG Fit!
TG Kids!

Gelungener Auftakt beim Lippe Cup

Viel Dramatik und viel Edelmetall!

Am 01.Februar 2020 richteten die Armadillos Lemgo zum siebten Mal den Lippe Cup aus. Insgesamt waren 114 Kämpferinnen und Kämpfer am Start, sieben von uns.

Den Auftakt machte Luis Generotzky, hochgestuft in die Klasse U14 - 50 kg. Den ersten Kampf verlor er nur durch die schlechtere Unterbewertung bei Punktgleichheit. Luis war sofort präsent und zeigte technisch gutes Fighting.

Im zweiten Kampf machte sich das zusätzliche BJJ Training bezahlt: Luis zeigte sich hocherfreut, dass ab U14 auch Würgetechniken verwendet werden dürfen. Diese wandte er zweimal erfolgreich am Boden an und hatte dadurch einen großen Punktevorsprung, den er souverän über die Zeit brachte. Da jeder in dieser Klasse einmal gewonnen und einmal verloren hatte, ging die Goldmedaille aufgrund der erzielten Punkte an Luis.

Nach längerer Wettkampfpause startete Fan Yi in der Klasse U14 - 34 kg. Unser Leichtgewicht zeigte sich erstaunlich verbessert, mit schnellen Schlägen und Tritten holte er viele Punkte und verlor, wie Luis, nur durch die schlechtere Unterbewertung.

Im zweiten Kampf spielte Fan Yi sein Lampenfieber einen Streich und er verlor völlig den Faden: ich musste unseren Kampffloh leider rausnehmen, aber auf die Bronzemedaille kann er stolz sein. Das Lampenfieber bekommen wir mit viel Wettkampfpraxis in den Griff.

Auf Sophie Diring in der U14 - 59 kg wartete ein echter Charaktertest. Im ersten Kampf spielte sie zunächst ihre beachtliche Schnelligkeit aus und führte klar. Dann schaltete Sophie einen Gang zu viel zurück und ihre Gegnerin holte auf. Sophie behielt trotzdem knapp die Oberhand.

Im nächsten Kampf verschluckte Sophie sich beinahe an ihrem Zahnschutz! Derart gehandicapt gab es eine Niederlage. Nun war das Team gefordert, Sophie nach diesem Schock wieder aufzubauen. Sophie hat sich rechtzeitig zu ihrem letzten Kampf berappelt und besiegte ihre letzte Kontrahentin trotz Nachteilen bei der Reichweite knapp nach Punkten. Eine Silbermedaille und der vereinsinterne Oscar für den dramatischsten Turnierverlauf geht zu Recht an Sophie.

Nun war ihr Papa Otto Diring an der Reihe: Als Weißgurt mit zwei Streifen warteten zu Ottos Vorfreude zwei Bluebelts in der Klasse Ne – Waza + 94 kg auf ihn.

In beiden Kämpfen musste er schnell einen Takedown hinnehmen, was dem Gegner jeweils zwei Punkte einbrachte. Obwohl Otto, wie immer mit großem Siegeswillen ausgestattet, sich jeweils aus einer ungünstigen Situation befreien konnte, musste er letztendlich im ersten Kampf in eine Submission (das ist , wenn man abklopfen muss) einwilligen. Im zweiten Kampf versuchte Ottos Gegner, seinen Zwei-Punkte-Vorsprung zu verwalten. Dies brachte ihm drei Verwarnungen ein, Otto lag plötzlich knapp in Führung. Da eine gelungene Aktion seines Gegners nicht gewertet wurde, gewann Otto diesen Kampf und wirkte etwas verlegen bei der Bekanntgabe des Siegers. Aber trotzdem. Eine verdiente Silbermedaille für unser Schwergewicht!

Unser jüngster Kämpfer, Roman Diring, komplettierte wie immer mit viel Kampfgeist die ‚Versilberung‘ der Familie Diring. Seinem einzigen Gegner musste er sich nach Punkten geschlagen geben, aber die Einstellung hat wie immer gestimmt.

 

Wenden wir uns nun der gefürchteten Familie Fast – Vogt zu:

Anastasja wurde in der U 16 + 63 kg ihrer Favoritenrolle gerecht. Ihre beiden Kämpfe dominierte sie in überlegener Manier und beendete sie vor Ablauf der regulären Kampfzeit siegreich. Unser Alptraum mit Schützern nutzte die Kämpfe für Experimente. Der eingesprungene Armbar war schön anzusehen, ist aber beim Fighting nicht erlaubt und wurde zurecht verwarnt. Böses Mädchen ;-) 

Kaum in der U18 angekommen, wurde Nikita gleich in die U21 - 85 kg hochgestuft. Hier gilt: 3 Minuten Kampfzeit, es darf am Kopf getroffen werden. Nikita (15 Jahre alt) traf auf zwei Kämpfer, die regulär in der U21 kämpfen, beide waren also mindestens 3 Jahre älter als er selbst.

Mit seiner beachtlichen Schnelligkeit und seinen Stärken am Boden besiegte Nikita seinen ersten Gegner deutlich nach Punkten.

Im zweiten Kampf war ein hessischer Kaderathlet noch eine etwas zu hohe Hürde für unseren Kämpfer. Trotzdem kämpfte Nikita wacker mit und holte eine verdiente Silbermedaille.

Obwohl wir uns mit zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze nun nicht mehr stärkstes Team aus NRW nennen können, sind wir bestens für kommende Turniere gerüstet.

Zum Schluss verneige ich mich vor dem gesamten Team inklusive mitgereister Eltern.

 

OSS

Stefan

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